Michal reagierte bei kleinsten Ehezwistigkeiten oft bitter, ja gar hysterisch und resignierte.
Etwas über Michal

Sie war die jüngste Tochter des israelitischen Königs Saul. Sie verliebte sich bald, nachdem David Goliath getötet hatte, in den Schafhirten. Saul willigte nur mit Widerwillen ein, da er wusste, dass das Volk zu David hielt und bereits beschlossen hatte David zu töten. Darum befahl er David, als Brautpreis die Vorhäute von 100 toten Philistern zu bringen, in der Hoffnung, David werde bei der Aktion ermordet. David jedoch erfüllte die ihm gestellte Aufgabe, brachte sogar 200 an Stelle der 100 verlangten Vorhäute, und heiratete Michal.

Doch Sauls Hass auf David wuchs. Nachdem er seinen Schwiegersohn beinahe mit einem Speer getötet hatte und dieser zu Michal geflohen war, befahl Saul seinen Soldaten, zu Davids Haus zu gehen und diesen zu holen. Doch Michal erfuhr von dem Mordkommando und half ihrem Ehemann, indem sie ihn nachts mit einem Strick aus dem Fenster abseilte und ein Götzenbild im Bett versteckte. Die Soldaten entdeckten das Götzenbild, das, um die Illusion zu verstärken, zusätzlich mit einem Ziegenfell als Haar drapiert war. Als Michal jedoch vor Saul stand und dieser eine Erklärung verlangte, log sie ihren Vater an und behauptete, David hätte sie mit dem Tod bedroht, wenn sie ihn nicht gehen ließe.

Die Ehe Michals mit David wurde bald darauf von Saul annulliert. Sie selbst wurde einem Mann namens Paltiël aus dem kleinen Ort Gallim zur Frau gegeben. Einige Jahre später - David hatte eine Armee hinter sich - ließ er Michal holen und zu sich zurückbringen. Allerdings hatte Michal begonnen, David zu verachten, wenn nicht sogar, ihn zu hassen. Dies zeigte sich nur wenige Jahre später. Michal war mit David nach Jerusalem gezogen, der bald darauf auch die Bundeslade in die neue Hauptstadt brachte. Michal beobachtete die Prozession vom Fenster aus, und war entsetzt, als sie David sah, der laut dem Bericht des Alten Testaments nur mit einem Lendenschurz bekleidet, vor der Bundeslade herumtanzte. Als David Michal am Abend aufsuchte, verachtete sie ihn.

Streit zwischen Michal und David

"Wie herrlich ist heute der König von Israel gewesen, als er sich vor den Mägden seiner Männer entblößt hat, wie sich die losen Leute entblößen!"

David erwiederte ihr: "Ich will vor dem Herrn tanzen, der mich erwählt hat vor deinem Vater und vor seinem ganzen Hause, um mich zum Fürsten zu bestellen über das Volk des Herrn, über Israel, und ich will noch geringer werden als jetzt und will niedrig sein in meinen Augen; aber bei den Mägden, von denen du geredet hast, will ich zu Ehren kommen."

Dann ließ er sie einfach stehen und begab sich auf Seine Dachterrasse, wo er der badenten Bathsheba ansichtig wurde. (Die letzte Information, die die Heilige Schrift über Michal preisgibt, ist, dass sie zeitlebens kein Kind mit David hatte. Der Grund dafür wird in der Bibel nicht genannt).

Was wird ihm wohl durch den Kopf gegangen sein? Sicher dies, dass er sie unbedingt haben wollte.
Irgendwie verständlich. Welchem normalen Mann würde da nicht heiß werden?
In David muss der Testosteronspiegel gewaltig gestiegen sein beim Anblick dieser schönen Frau.
David lässt Bethsheba zu sich rufen

David fragt seinen Diener: "Oh, was für eine wunderschöne Frau, wer das wohl ist? Ich kenne sie gar nicht. Ich habe sie noch nie gesehen. Aber ich möchte sie kennenlernen. Sie sieht wunderschön aus. Diener! Komm doch mal her. Kennst Du die Frau, die dort badet?" Diener: "Ja, mein König. Es ist Bathsheba. Sie ist die Frau von Uria. Der ist gerade für dich in den Krieg gezogen." David erwiederte: "Vielen Dank, du kannst gehen, aber schicke einen Boten und lasse die Frau zu mir bitten. Ich möchte sie kennen lernen!" Und so geschah es auch -Bild rechts oben. David legte seine königlichen Gewänder ab und empfing Bathsheba, bat sie Platz zu nehmen.

"Warum so schüchtern?", fragte David. Ich bin zwar Dein König, aber auch ein ganz gewöhnlicher Mensch." Aber seine Gedanken gingen in eine völlig andere Richtung: Sie ist also die Frau von Uria? Also gehört sie mir nicht. Doch ich finde sie einfach wunderschön und Uria ist ja nicht da, der ist im Feld. Ich will, dass sie meine Frau wird! Er reichte Bathsheba die Hand zur Begrüßung und bückte sich dann hinunter zu ihr.

Nach anfänglicher Schüchternheit taute sie auf und David küsste sie einfach.
David verfällt Bathsheba, er schwängert sie und lässt Urias töten.

Um die Zeit, da die Könige ins Feld zogen, sandte David den Joab, seinen Feldhauptmann, mit seinen Leuten aus. Diese verheerten das Land der Ammoniter und belagerten Rabba, während David in Jerusalem blieb. Als David von Bathsheba erfuhr, dass sie schwanger von ihm sei, erschrak der König. Das durfte nie ans Tageslicht kommen. Und so fasste er einen teuflischen Plan um Urias das Kind anzudrehen. In der Hoffnung, dass Urias nach einem Feldurlaub mit Bathsheba schlafen würde, sandte er eine Botschaft zu Joab: "Schicke mir den Hethiter Uria." Als Uria zu ihm kam, fragte David, wie es mit Joab, dem Heer und mit dem Kriege stehe. Dann gab er Uria zu essen und sagte ihm, er könne nach Hause gehen

Urias wird von König David in sein Privatgemach zu einem Becher Wein eingeladen.

Uria aber legte sich am Eingang des königlichen Palastes bei allen Knechten seines Herrn nieder. Am nächsten Morgen fragte David ihn, warum er nicht zu seinem Hause gegangen sei. Uria sprach: "Die Lade und Israel und Juda wohnen in Zelten, und mein Gebieter Joab und die Knechte meines Herrn lagern im freien Felde. Sollte ich in mein Haus gehen zu meiner Frau, um zu essen und zu trinken und bequem zu schlafen? So wahr der Herr lebt, und so wahr du lebst, das kann ich nicht tun !" David sprach: "Bleibe heute noch hier. Morgen will ich dich entlassen."

Dass der Trunk in schlechter Absicht und mit einem Hintergedanken angeboten wurde, ahnt Urias nicht.
David nimmt Urias mit zu einer Bauchtänzerin, er will ihn sexuell animieren.
Nachdem auch das bei Urias nichts gefruchtet hatte, entlässt er ihn mit einer Botschaft an Joab.

Dann schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria. Er schrieb aber in dem Brief: 'Stelle Uria dorthin, wo der Kampf am heftigsten ist. Dann laßt ihn im Stiche, damit er in der Schlacht umkommt." Joab traute seinen Augen nicht was er da las. Schweren Herzens stellte er den Urias, als er die Stadt belagerte, dahin, wo die tapfersten Gegner waren. Als die Männer der Stadt einen Ausfall machten und mit Joab kämpften, fielen einige von den Israeliten; auch der Hethiter Urias kam um. Als Bathsheba hörte, daß Uria tot war, hielt sie die Totenklage um ihn. Sobald aber die Trauerzeit vorüber war, sandte David hin und ließ sie in sein Haus holen; sie wurde seine achte Frau und gebar ihm einen Sohn. Dem Herrn aber mißfiel, was David getan hatte. Anmerkung: Da hätte ER schon viel früher einschreiten müssen und nicht erst bei David.

Bathsheba trauert um ihren Mann Urias
Eine Botschaft von Joab ist eingetroffen. Urias ist im Kampf gefallen. Bathsheba trauert am Sarg.
Dann begibt sie sich in ihr Gemach im königlichen Palast. Sie ist völlig verzweifelt.
David kniet sich vor ihr nieder um sie zu trösten. Er versucht sie aufzuheitern mit einem Harfenlied.
Nach Urias Tod: David verbringt schöne Monate mit Bathsheba
Bathsheba hat ihre Trauer Dank Davids überwunden und genießt einige schöne Tage mit ihm zusammen.
David und Bathsheba verbringen glückliche Tage in der näheren Umgebung Jerusalems.
Nach glücklichen, zärtlichen Stunden bemerken sie einen Schäferjungen und dessen Vater.
Bathsheba und König David beobachten den kleinen Jungen und die Schafherde.
Der König begibt sich zu dem Schäfer und vernimmt auch dessen Klage über die zu hohen Abgaben.

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