Vor dem Regierungsgebäude in Asuncion
Paraguay ist das Land der Sonne, der Ananas, der Papageien und nicht zuletzt das Land vieler Kontraste. Zuerst wird man von der Hektik Asun-
cions, einer typischen südamerikanischen Millionenstadt (1,3 Millionen Einwohner) empfangen, danach stösst man eher in ländliche Ruhe mit Pal-
menhainen, Eukalyptusbäumen also einer sehr üppigen Flora und natürlich auch Fauna vor. Paraguay ist seit 1989 eine Demokratie, welche sich auch Dank der kontinuierlichen Entwicklung der Wirtschaft stabilisiert hat. Dem Land wird gern nachgesagt, ein armes Land zu sein. Wirtschaftlich gesehen stimmt das natürlich. Trotzdem werden Sie nicht der Armut begegnen, die man aus afrikanischen Ländern kennt. Den Reichtum eines Landes bestim-
men nicht nur die wirtschaftlichen Faktoren.
Asunción (spanisch für Mariä Himmelfahrt, voller Name Nuestra Señora Santa Maria de la Asunción) ist die Hauptstadt des Staates Paraguay in Südamerika. Sie ist mit rund 500.000 Einwohnern zugleich die größte Stadt des Landes. Der Ballungsraum Asunción hat rund 1,9 Millionen Einwohner. Asunción liegt gegenüber der Mündung des Río Pilcomayo in den Río Paraguay an der Grenze zu Argentinien auf einer wellenförmigen Uferterrasse (loma).
Die Stadt wurde am 15. August 1537 von Juan de Salazar und Gonzalo de Mendoza gegründet. Asunción ist eine der ältesten Städte Südamerikas. Der Ort wurde vermutlich von Juan de Ayolas zum ersten mal besucht, aber der Ort wurde Nuestra Señora Santa María de la Asunción ("Unsere Heilige Frau Maria der Himmelfahrt", gemeint ist Maria Himmelfahrt) genannt. Im Jahr 1731 gab es unter der Leitung von José de Antequera y Castro den ersten Aufstand unter der spanischen Kolonialherrschaft.
Während des Krieges der dreifachen Allianz (1865–1870) wurde Asunción von Brasilien besetzt. Die Besatzung dauerte bis 1876 an. Der Handelsverkehr, der seit der Freigabe der Schifffahrt auf dem Rio Paraguay im Jahr 1858 einen bedeutenden Aufschwung genommen hatte, wurde durch die Kriegsunruhen empfindlich gestört. Im Jahr 1884 verzeichnete Asunción 20.000 Einwohner, die mit Leder, Tabak, Zucker, Maniok, Erdnüssen, Rum und dem berühmten Paraguaytee (Yerba Mate) handelten. 1927 forderte ein Wirbelsturm 300 Todesopfer. Am 1. August 2004 brannte nach einer Gasexplosion das Einkaufszentrums Ycua Bolaños nieder. Bei dem Brand wurden 464 Menschen getötet und über 500 verletzt.
Die Stadt ist das Zuhause des Godoy-Museums, der Kirche La Encar-
nación (Geburtskirche) und des Panteón de los Héroes, einer kleineren Ausgabe des Invalidendoms in Paris. Im Panteón sind Nationalhelden aufgebahrt. Asunción hat vor allem mit Kolonialarchitektur aufzuwarten. Diese ist landestypisch und vereint Stile verschiedener Epochen, die sie somit einzigartig machen. Der Palacio de Gobierno (Regierungspalast) ist der aktuelle Sitz des Präsidenten. 1860 errichtet, ist dieses weiße Gebäude am Ufer des Río Paraguay ein opulentes Beispiel für den Geschmack des damaligen Präsidenten Francisco Solano López. Es hat die Form eines Hufeisens, vier kleine Türme und einen zentralen Hauptturm. Eine Blu-
menuhr ziert den Eingang. La Recova ist eines der ältesten Gebäude Asuncions, man schätzt es auf Mitte des 18. Jahrhunderts. Auf der Calle Republica in Hafennähe gelegen, befinden sich heute Souvenirläden in den schattigen Arkaden.
Das Gebäude Manzana de la Rivera – Casa Viola wurde 1750 erbaut. Es beherbergt ein Museum und ein Künstlercafé. Man ist sehr bemüht die Authentizität dieses Gebäudes zu erhalten, da es eines der wenigen ist, wel-
ches seit seiner Grundsteinlegung nie verändert wurde. Die Hauptpost von Asunción war einst die Residenz des reichen Kaufmanns Juan Patri u. sei-
ner im Mai 1911 geehelichten, durch Pablo Picasso berühmt gewordenen, Gattin Deidamin Heyn.
Paraguay ist neben Bolivien der einzige Staat Südamerikas, der keinen direkten Zugang zum Meer hat. Im Nordwesten und Norden grenzt es an Bolivien, im Osten an Brasilien und im Süden und im Westen an Argen-
tinien. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land unge-
fähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammengenommen.
Das heutige Paraguay gehörte zum Siedlungsgebiet der indigenen Stämme der "Guaraní" (bedeutet "Krieger") zwischen dem Río de la Plata und dem Orinoco-Delta, dem Atlantik und den Anden. Periodische Wanderungen in unterschiedliche Richtungen auf der Suche nach dem "Land ohne Übel". Wanderungsbewegung der "Guaraní" nach Westen führt erneut zum Zusam-
menstoß mit dem Inkareich. Verbreitung der Gerüchte über Berge und Städte aus Edelmetall im Westen. 1537 Gründung der heutigen Hauptstadt Asunción durch die Spanier Juan de Salazar und Espinosa.
Die letzten vier Bilder gehören zwar nicht zur Geschichte Paraguays, aber wenn man so will sind sie auch Geschichte und zwar seit Anbeginn der Welt: Frauen brauchen immer eine Ewigkeit bis sie das Richtige gefunden haben, obgleich im Kleiderschrank Dutzende von Kleidern hängen und oft mehr Schuhe stehen, als mancher Unterhosen hat. *g* Aber endlich hatten wir es geschafft, nachdem auch ich mich nochmals umgezogen hatte. Rechts zu sehen: Wir in einem Nobelviertel von Asuncion.
Wie geschrieben: Paraguays größte und wichtigste Stadt ist die Hauptstadt Asunción mit etwa einer Million Einwohner im Ballungsraum, das Zentrum von Verwaltung, Industrie und Handel. Zweitgrößte Stadt ist Ciudad del Este (239.500 Einwohner) nahe der Grenze zu Brasilien und Argentinien, eine schnell wachsende Stadt, die als Einkaufs- und Handelszentrum, aber auch als Metropole des Schmuggels bekannt ist. Weitere wichtige Städte sind Pedro Juan Caballero (etwa 65.000 Einwohner) im Nordosten und Encarnación am Río Paraná. Eine der schönsten Städte ist Concepción mit ca. 50.000 Einwohnern 200 km nördlich von Asunción am Rio Paraguay gelegen, in der sich bis heute der Charme des frühen 19. Jahrhunderts erhalten hat.
In der Cordillera, dem 3. Bundesland Paraguays sind zwei erwähnens-
werte, kleinere Städte. Da ist zum einen Caacupé, ca. 50 km östlich von Asunción, wo jährlich am 8.12. das Fest der Jungfrau von Caacupé mit mehr als 2 Millionen Menschen gefeiert wird. Zum anderen ist die Nach-
barstadt Eusebio Ayala durch seine Geschichte bedeutsam. Diese histo-
rische Schul- und Universitätsstadt ist mit ihren 22.000 Einwohnern einer der geschichtlich wichtigsten Orte Paraguays. Hier fand eine vernichtende Schlacht im Tripel-Allianz-Krieg (1865-1870) statt, bei der 20.000 Soldaten mehr als 3.500 paraguayische Kinder, die als Soldaten mit Bär-
ten verkleidet waren, ermordeten. Der am 16. August jährlich stattfindende Aufmarsch von Schulkindern aus dem ganzem Land und die Gedenkstätte (Bild unten links) am Cerro Gloria erinnern noch heute daran, jegliche Akte von Unmenschlichkeit zu unterlassen.
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