David war laut Bibel (so es ihn denn wirklich gab) der zweite König von Juda nach seinem Vorgänger Saul und lebte um 1000 v. Chr.?
Vorgeschichte die den meisten nicht bekannt sein dürfte:
David schlug sich als Bandenführer durch und wurde von Saul mit 3000 auserwählten Soldaten gejagt. In den Höhlen von En Gedi begab sich der König für seine Notdurft zufällig genau in die Höhle, in der sich David und seine Leute versteckt hielten. Doch statt ihn zu ermorden, wie es seine Bande forderte, schnitt David lediglich einen Zipfel des königlichen Gewandes ab. Diesen präsentierte er Saul vor der Höhle als Zeichen seiner Loyalität. Tief gerührt prophezeite ihm der König, dass er dereinst König nach ihm werden würde, und ließ ihn schwören, seinem Geschlecht und Namen kein Leid anzutun. Daraufhin ließ er ihn ziehen. In der Folge verdingte sich David als Lehnsmann bei den Philistern. Während seines Aufenthaltes ging er gegen Räuberbanden in der Wüste vor. Als die Philister gegen Israel rüsteten, verzichteten sie auf die Unterstützung durch David, da sie ihm nicht trauten.

In letzter Zeit wird von einigen Forschern sogar in Frage gestellt, ob es David je gegeben hat oder ob er nicht wie die Könige Artus oder Agamemnon in das Reich der Sage gehört. Immerhin ist durch eine erst 1993 gefundene Inschrift aus Tel Dan belegt, dass um 840 v. Chr. die Könige Judas tatsächlich als zum "Haus David" gehörend betrachtet wurden. Demgegenüber wird aber auf Texte aus der Stadt Mari verwiesen, in denen das Wort dawidum in der Bedeutung Heerführer vorkommt. Demnach könnte David ursprünglich gar kein Personenname, sondern ein Titel gewesen sein. Auch könnte ein Vorfahre der Könige von Juda mit dem Namen David existiert haben, auf den aber später verschiedene Erzählungen bezogen wurden, vergleichbar mit Merowech im Falle der Merowinger. Zur Zeit Davids dürfte Jerusalem nicht mehr als 1500 Einwohner besessen haben.

Nun aber zur biblischen Version:
David ließ sein Feldlager vor Jerusalem aufbauen. Mit dabei auch sein Feldherr Joab und Uria.
Joab und rechts sein Kundschafter der das Tunnelsystem unter Jerusalem ausfindig machen soll.
Jeder, das heisst alle, konnten sehen, dass sich David, der König von Israel, auf dem Weg gegen Jerusalem, die Stadt der Jebusiter, befand. Des Königs Armeen marschierten von Hebron (seiner Residenzstadt) immer den Berghängen entlang nach Norden, sodass die Einwohner jedes Dorfes und jeder Stadt sie sehen konnten. Als die Truppen voranschritten, verhielten sie sich sehr diszipliniert und fast lautlos, dass die Israeliten, die am Wegrand standen, beim Vorbeimarschieren der Soldaten gleichfalls still wurden. Der König hatte weder Friedensgespräche einberufen noch auf die Vertreter der Jebusiter reagiert. Tribut wollte der König nicht. Nein, er wollte die Stadt. Er wollte sie mit solch Furcht erregender Gewalt einnehmen, dass niemand mehr seinen Besitzanspruch in Frage stellen würde.

Jerusalem sollte ihm als neue Residenz, auf neutralem Boden zwischen dem Nordreich Israel und dem Südreich Juda ideal gelegen, dienen und seinen männlichen Nachkommen gehören. Da die Welt von diesem herrlichen Ereignis erfahren sollte, lehnte David jede Hinterlist ab. Bekannt war aber, dass Jerusalem über Angst einflößende Befestigungen verfügte. Viele Teile der Mauern waren schon mehr als fünfhundert Jahre alt. Seit dem Einmarsch Josuas waren über dreihundert Jahre vergangen und in den dreihundert Jahren, die in Kanaan vergangen waren, hatte Israel diese Stadt nicht einnehmen können.

"Herr, es wird schwierig werden sich zurechtzufinden". Joab schnappte ihn am Bart: "Finde es heraus"!
Also erkundschafteten sie die Quelle, von der ein Schacht ausging, der bis in die Stadt hineinführte.
Die Späher Joabs erkundschaften jene Quelle im Kidrontal, von der ein Schacht ausging, der bis in die Stadt hineinführte, aber nicht ganz ohne bemerkt zu werden. Dieser Schacht gab den Bewohnern Jerusalems die Möglichkeit, in Notzeiten, wie etwa jetzt, bei Belagerungen, Wasser zu holen. Er wurde also zur Sicherheit der Stadt gebaut. Doch gerade diese Einrichtung wurde der Stadt zum Verhängnis. Joab, der Heerführer Davids überraschte förmlich die Wächter des Schachteinganges und gelangte so unterirdisch in das Zentrum Jerusalems. Dort kämpfte sich die kleine Gruppe, die den Überraschungseffekt auf ihrer Seite hatte, bis zu den Westtoren der Stadt vor, und Joab öffnete die Tore. Aber noch war es nicht soweit.
Wie erwähnt, sie blieben nicht ganz unentdeckt im Tunnelsystem. Die Wächter kamen aber etwas zu spät.
Trotz sie entdeckt wurden war der Überraschungsmoment auf ihrer Seite.
Das zahlreiche Heer der Israeliten stürmte hinein, öffnete die Kanäle und überflutete die Straßen und Häuser Jerusalems, erschlug fast alle Soldaten und trieb die Einwohner zurück. Kurz darauf fiel David der König der Jebusiter in die Hände. Kurz vor seiner Execution musste er noch erfahren, dass sein Jerusalem künftig den Namen, "Stadt Davids" tragen werde. Diese Begebenheit beschreibt eigentlich gut die persönlichen Anlagen des größten Königs von Israel: Er war zielbewusst, unverhohlen, selbstbewusst, intelligent, stolz und gleichzeitig spontan. Aber wer war eigentlich dieser bemerkenswerte Mann? Seine Erscheinen fand seinen Anfang um etwa 1000 v.Chr.: David wurde als jüngster der sieben Söhne des Isais -eines reichen Bauern in Bethlehem, Juda, geboren. Zu jener Zeit war Saul, der erste König Israels, gerade an der Herrschaft. David hütete schon als Knabe für seinen Vater große Viehherden mit gutem Geschick. In jungen Jahren machte er schon die Bekanntschaft des bedeutende Propheten Samuel. Dieser weisagte Isai, dass sein Sohn David einmal zum neuen König über Israel herrschen würde. Doch bleiben wir erst einmal bei der Eroberung Jerusalems.
Die Mannen unter Urias erklimmen die Mauern der Stadt Jerusalems. Die Wächter sind überrascht.
Joab in Jerusalem. Viele Soldaten wurden erschlagen und Bürger zurückgetrieben. Er meldet den Sieg.
David lobt seine beiden Helden: Seinen Feldherrn Joab und Uria. Dann wird der Sieg gefeiert.
"Mein König, Ihr seid verletzt?" David lächelt. "Lasst uns feiern, das ist nicht der Rede wert!"
Der König feiert mit seinen Offizieren den Sieg in seinem Feldlager.
David verlässt im Morgengrauen das Feldlager und reitet zurück in seine Residenz.
Überschlagen wir ein paar Jährchen in denen David seine Residenz nach Jerusalem verlegt hatte. Während er also schon dort residierte und seinen üblichen Gewohnheiten nachging (darunter immer ein erholsames Mittagsschläfchen) ging er fast täglich nach seinem Schläfchen auf dem Dachgarten seines Palastes spazieren. Groß war sein Palast ja nicht gerade, aber man konnte ganz gut um ihn herumlaufen und den Nachbarn in die Höfe schauen. Immerhin lebten um den Palast herum und in unmittelbarer Nähe Beamtenfamilien, Diener am Hofe und deren Familien und natürlich auch die Familien durch den König besonders hervorehobener verdienstvollen Personen.
Während der König gegen Abend Kriegsberichte durchlas, blickte er zufällig über die Dachterrasse...
David sieht von der Dachterrasse aus, wie sich eine junge, hübsche und attraktive Frau im Hof badet.
Als David eines Abends auf dem Flachdach seines Palastes hin und her ging, sah er plötzlich eine Frau, die sich wusch und badete. Sie war wunderschön, und David hatte nun keinen anderen Gedanken mehr, als sich diese Frau gefügig zu machen und sie zu besitzen. Deshalb erkundigte er sich nach Namen und Herkunft und erfuhr, dass sie die Frau des Hethiters Uria sei. (Uria war ein Hethiter und diente als Offizier in seinem Heer und war einer seiner 30 Helden. Uria befand sich derzeit an der Front, als David dessen Frau Batseba erblickte und später auch schwängerte. Trotz dieses Wissens, dass sie die Frau eines seiner Offiziere ist hielt ihn nichts davon ab, sie durch seinen Diener holen zu lassen. Sie kam und wurde von ihm so becirct, dass sie mit ihm schlief. Anmerkung: Wie charakterlos muss ein König sein der schon mit sechs Frauen gleichzeitig verheiratet war - ohne die zahlreichen Konkubinen? Und sowas hieß Gott Jahwe gut? Da hätte er Adam im Paradies auch gleich mehrere Frauen geben können.